Balance-Akt nachhaltiger Paketlogistik

Ökologisch, ökonomisch und sozial soll die Paketzustellung sein – ein Aufgabenbündel, das es in sich hat. Die GLS Gruppe dokumentiert in ihrem dritten Nachhaltigkeitsbericht wie sie Prioritäten setzt und wie sie den Leitgedanken des nachhaltigen Handelns in Taten umsetzt.

Top-Paketdienstleistungen für die Kunden erbringen, wirtschaftlichen Erfolg erzielen und dabei Verantwortung für Mitarbeiter und Partner, Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Diese Ziele hat GLS klar definiert. Sie miteinander in Einklang zu bringen, ist nicht immer leicht.

 

Online-Shopper zum Beispiel möchten schnell und genau zur Wunschzeit beliefert werden. Dabei soll der Paketdienst möglichst wenig Emissionen verursachen und in den Städten am besten weder fahren noch parken. Lieferungen und Retouren sollen „kostenlos“ sein, doch der Zustellfahrer muss natürlich gut bezahlt werden. Schließlich soll er auch schwere Pakete bis in das fünfte Stockwerk tragen.  

Spagat mit Strategie

 

Das Umfeld dieser Erwartungen ist bekannt. Der europäische KEP-Markt wächst stetig. Paketdienstleister bewältigen die Paketflut und stellen sich dem hohen Preisdruck im Wettbewerb, steigenden Kosten und zeitgemäßen ökologischen Ansprüchen. Dabei ist rentables Wirtschaften ein Muss, auch um weiter investieren zu können – in Mitarbeiter, Datensicherheit, neue Services und Standorte. Denn die nächste saisonale Spitze kommt bestimmt.

 

GLS sieht die Anforderungen des Marktes als Chance, sich weiterzuentwickeln und hat das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu einem strategischen, kontinuierlichen Prozess entwickelt. Alle Aktivitäten steuert eine gruppenweite CR-Abteilung mit Stabsfunktion, die direkt an den CEO berichtet.

 

Um die Wünsche der Interessengruppen noch besser zu verstehen und um sie gewichten zu können, führte die Gruppe 2016 eine Wesentlichkeitsanalyse durch, bei welcher die wichtigsten Themen aus Unternehmenssicht und aus Sicht der Interessengruppen identifiziert wurden. Befragt wurden hierfür unter anderem Kunden, Empfänger, Mitarbeiter, Transportpartner und PaketShop-Partner.

„Der Pariser Klimagipfel belegt, wie dringlich es ist, Lösungen für den emissionsarmen Pakettransport zu finden“

Rico Back, CEO der Royal Mail (Muttergesellschaft der GLS), zuvor CEO der GLS

Zukunftsfähige City-Logistik

 

Ein Kernthema angesichts des Klimawandels ist es, die ökologischen Auswirkungen des Pakettransportes zu minimieren. Hier liegt der Schwerpunkt auf der City-Logistik. GLS arbeitet daran, die Infrastruktur urbaner Gebiete zu entlasten und Emissionen sowie Lärm zu reduzieren. Dazu tragen GLS-City-Depots und Mikro-Depots in Kombination mit eBikes und eVans bei.

 

Lastenfahrräder mit elektronischer Tretunterstützung sind in Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Belgien und Spanien im Einsatz, wo sie dieselbetriebene Zustellfahrzeuge ersetzen. Über 180 Elektrofahrzeuge und über 320 gasbetriebene Vans sowie Lkw fahren für GLS. Gruppenweit konnte der Anteil der Fahrzeuge, die mindestens der Euro 5-Norm entsprechen, im Vergleich zum letzten Nachhaltigkeitsbericht um 43,5 Prozent gesteigert werden.

Umweltfreundliche Depots

 

Auch an den Standorten reduziert GLS die Auswirkungen ihrer Arbeit auf die Umwelt, zum Beispiel durch die Digitalisierung der Prozesse, das Einsparen von Wasser, Strom und Heizenergie oder die Nutzung von Ökostrom. Zudem sind alle Neubauten und Erweiterungen auf den umweltfreundlichen Betrieb ausgerichtet.

Der GLS-Nachhaltigkeitsbericht für die Geschäftsjahre 2015/16 und 2016/17 entspricht dem G4-Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI). Die international anerkannte Dokumentationsform erleichtert den Vergleich mit anderen Unternehmen. 

Reinschauen lohnt sich!

 

Online auf gls-group.eu

Verantwortlich unterwegs

Der Nachhaltigkeitsbericht geht ebenfalls darauf ein, wie GLS die Gesundheit, Sicherheit und Qualifikation von Mitarbeitern fördert. Für die bei den Transportpartnern beschäftigten Zustellfahrer führt die Gruppe eine seit 2016 laufende Road Safety Kampagne durch, um sie durch eine starke visuelle und emotionale Ansprache für Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Der Abschnitt über Integrität und Compliance thematisiert die Grundsätze der Kooperation mit Geschäftspartnern und die strenge Selbstverpflichtung von GLS in Bezug auf alle Geschäftspraktiken.

 

Auch das vielfältige soziale Engagement vor Ort stellt GLS vor und präsentiert beispielhaft mehr als 30 Projekte, die oft in Verbindung zur Paketdienstleistung stehen. Dazu zählen Freiwilligentage, die Unterstützung von Spendenaktionen, kostenlose Transporte für karitative Organisationen sowie das Sponsoring von Sport- und Kulturevents

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