Alpine Packerlfreundschaft

Eigentlich sind Österreicher und Schweizer Konkurrenten – vor allem im Winter. Bald kämpfen beide Länder wieder um die Krone im Skizirkus. Ob auf der Streif oder in Wengen: Die Duelle zwischen den beiden Skinationen sind immer heiß umkämpft. Aber GLS zeigt: In manch anderer Beziehung sind beide Länder eng miteinander verbunden.

Marcel Hirscher, Lara Gut, Hermann Maier oder Didier Cuche. Die Liste an talentierten Skifahrerinnen und Skifahrern im Duell Österreich-Schweiz ist lang. Auf der Skipiste schenken sich beide Nationen nichts. Anders ist es in der Wirtschaft. Denn beide Länder treiben regen Handel miteinander und sowohl schweizerische als auch österreichische Waren erfreuen sich großer Beliebtheit im jeweiligen Nachbarland.

 

Das zeigt sich auch im Paketgeschäft. So bestellen immer mehr Schweizer Waren aus Österreich. „Im Geschäftsjahr 17/18 stieg die Anzahl der GLS-Pakete für die Schweiz um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, erklärt Klaus Schädle, Group Area Managing Director.

 

Vor allem online kaufen die Schweizer gerne im Ausland ein. Im Jahr 2017 gaben die Eidgenossen 1,5 Milliarden Franken (1,29 Milliarden Euro) in ausländischen Webshops aus.[1] Damit fließt jeder fünfte Franken aus dem Online-Handel ins Ausland, eben auch nach Österreich. Denn durch die gemeinsame Sprache und Kultur sowie die geografische Nähe liegt ein Abstecher in einen österreichischen Webshop für viele Schweizer nicht fern.


[1]https://www.gfk.com/de-ch/insights/press-release/prognose-online-konsum-waechst-2017-um-9/

Zu den beliebtesten Waren, die GLS Austria in die Schweiz transportiert, gehören Konsumgüter wie Bekleidung, Sportgeräte, Promotion-Artikel, Schmuck und Kosmetikprodukte.

 

Unter anderem wegen der stetig wachsenden Paketströme in die Schweiz hat GLS im vergangenen Herbst ein neues Depot in Rankweil (Vorarlberg) ans Netz genommen. So entstanden weitere Kapazitäten, um den Umschlag der Schweiz-Pakete zu optimieren.

 

Schnell und einfach in die Schweiz

 

Seit 2003 verbindet ein Direktverkehr die beiden Nachbarländer. Innerhalb von 48 Stunden gelangen Pakete von Österreich in die Schweiz. Zudem bietet GLS Austria ihren Versendern ein weiteres Schmankerl an, um die Verzollung von Schweiz-Sendungen noch schneller und unkomplizierter zu machen. Per Sammelverzollung können mehrere Sendungen, die an unterschiedliche Adressen in die Schweiz gehen, auf eine Handelsrechnung gesetzt werden. So lassen sich Zeit und Geld sparen. „Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit der Schweizerischen Post zusammen und bieten gemeinsam dieses Service an“, erklärt Schädle.

 

Österreicher und Schweizer können also doch ganz gut miteinander, jedenfalls wenn sie sich Pakete schicken.

Wirtschaftliche Beziehung

Die Schweiz gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Österreichs. 1960 traten beide Länder zusammen mit Dänemark, Norwegen, Portugal, Schweden und dem Vereinigten Königreich der Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) bei. Während aber Österreich 1995 der Europäischen Union beitrat und somit aus der EFTA ausschied, ist die Schweiz noch immer Teil der Organisation. Dennoch pflegen beide Staaten weiterhin gute Beziehungen. Insbesondere Maschinen, Metalle, Textilien und Papier zählen zu den Hauptexportgütern Österreichs. Im ersten Quartal 2018 betrug der Gesamtwert der exportierten Waren in die Schweiz fast zwei Milliarden Euro.[1]


[1]wko.at/statistik/Extranet/AHstat/AH_03_2018v_Bericht.pdf

Schweizer lieben Bio

Zu den großen Schweiz-Versendern bei GLS gehört auch der Bio-Kosmetikhersteller Ringana. Ob Gesichtspflege, Sonnenschutz oder Handcreme, die Frischekosmetik des Hartberger Unternehmens steht bei den Eidgenossen hoch im Kurs. „Die Schweizer schätzen die Qualität unserer Produkte sehr“, erklärt Christoph Roman Dorn, Leitung Einkauf und Logistik bei Ringana. „Dank kurzer Laufzeiten und einer reibungslosen Zollabwicklung verschicken wir unsere Produkte frisch, schnell und einfach in die Schweiz.“

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